00:00 So, was haben wir hier. Ein Auftragsabbruch. Leute, das kommt mal vor. Sehr, sehr selten, aber kommt vor. Das, was ihr hier in dem ganzen Boot seht, ist der Block. 7,4 Liter im Eimer. So, Köpfe haben wir revidieren lassen, liegen da vorne drin, sind also einmal instand gesetzt logischerweise.
00:31 Und der ganze Babel, der hier so rumliegt im Boot, wie ihr seht, alles ordentlich abgedeckt, ist das Ergebnis davon, wenn man glaubt, für ein paar tausend Euro so etwas zu kriegen. Und wenn ihr jetzt mal zu Audi hinfahrt oder zu VW oder zu Mercedes oder BMW, vollkommen egal, in irgendeiner Autowerkstatt, und so ein Schaden tritt auf, Leute, dann sollte man sich einfach mal an Preise gewöhnen.
01:01 Und bei uns ist es auch nicht anders, nur dass wir vielleicht die Hälfte von dem Preis aufrufen, den zum Beispiel VW oder Audi oder BMW oder Mercedes aufruft. Das war noch sehr gut im Schluss. Aber wer glaubt, so etwas für ein paar tausend Euro gemacht zu bekommen, wird gar nichts werden. Alleine die dicken Zylinderköpfe zu revidieren, einmal alles zu planen, die Ventilschaftssitze, alles komplett in Ordnung zu bringen, ja, das müssen wir auch bezahlen.
01:32 Und unsere Kollegen, die essen auch ihr Brot zu Hause und verdienen ihre Kröten hier bei uns. Jetzt habe ich es mal anders ausgedrückt, das Geld. Und wir bezahlen Weißgott schon sehr gut. Aber wenn man meint, das für ein paar tausend Euro hier geschenkt zu kriegen, nee, Leute, machen wir nicht mit. Und das freut uns jetzt auch tatsächlich, dass man so ein Problemfall einfach mal los ist. Denn wir wollen an den Dingen arbeiten, wo wir auch Spaß dran haben und wo es uns auch Freude macht und nicht so kompliziert wird.
02:07 Wenn man auf andere Leute hört, auf andere Menschen immer nur oder auf dem Netz ganz großen Glauben schenkt, dann wird es ganz einfach bei irgendeinem Betrieb enden, der das weitermachen muss. Und wenn mir einer hier ankommen würde, bei uns hier im Betrieb, und stellt mir so ein Ding hier vor, die Füße, und würde sagen, so, ich mache mal weiter, dann frage ich, warum hat denn der überhaupt aufgehört? Das wäre ja viel interessanter zu wissen, warum das so ist.
02:37 Es kann ja auch sein, dass der Handwerksbetrieb vielleicht gar nicht das Geld dafür gekriegt hat und sagt, so, jetzt ziehe die Kurve, Vergleich gemacht oder irgendwas, und jetzt soll das ein anderer machen, würde ich ablehnen. Konsequenz sowas würde ich an Arbeit wirklich ablehnen. Und wir sind ja nun unter Bootservicebetrieben auch einige Kollegen, die miteinander telefonieren und kommunizieren. Und das ist auch ganz gut so. Wir müssen ja auch wissen, für wen arbeiten wir oder für wen wollen wir überhaupt arbeiten.
03:07 Für irgendwelche Leute, die im Internet allen möglichen Scheißkram glauben oder auf andere Menschen hören, die meinen, die sind die Götter von Deutschland, tut mir leid, machen wir nicht mit. Und das ist dann das Ende davon, dass irgendein Kollege, leider Gottes, diesen ganzen Apparat wieder zusammenbauen muss. Wir würden es nicht tun. Ich würde es konsequent ablehnen, weil ich ja gar nicht weiß, was der alles gemacht hat. So, das Puzzlespiel ist eröffnet, Ravensburger Spiele sind eröffnet, jedes Teil passt nur an eine Stelle.
03:40 So einfach geht das. So, Leute, das ist im Prinzip heute mal eine Sache, die uns tatsächlich etwas Freude bereitet. Das Ding, das stellen wir einfach weg und sagen, komm, hängen das an. Wollen wir keinen Kontakt mehr haben, wir brechen sowas also ganz konsequent ab. Und zwar mit allem, was dazugehört. Und da ist uns das ziemlich egal, was danach dann passiert. Das brauchen wir nicht und darauf sind wir auch nicht angewiesen. Wir haben genug Kunden hier, mit denen wir wahnsinnig toll auskommen und für die wir liebend gerne arbeiten.
04:10 Und hinter unserem Geld rennen wir nicht her. Das ist vorbei. So, das war es von euren Bootshaktoren. Mit Freude wird dieses Ding jetzt rausgefahren. Kann er sich abholen, das Teil und dann sagen wir adios amigos und das war es dann. Wir wollen mit Freude für unsere Kunden arbeiten, die uns schätzen, wertschätzen. Und für die es auch Spaß macht zu arbeiten. Und unseren Spaß am Job, den haben wir, der nicht mehr. Also, macht's gut. Tschüss.
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